Verein Amokwe Nigeria

zur Unterstützung der Sozialwerke in Nigeria

Über den Gründer

Rev. Dr. Chika Uzor ist katholischer Theologe und Psychotherapeut aus Amokwe im Bundesstaat Enugu, Nigeria. Er lebt in der Schweiz. Sein Leben ist geprägt von dem Wunsch, benachteiligten Menschen Perspektiven zu eröffnen und nachhaltige Veränderungen in seiner Heimat zu bewirken. Bereits früh engagierte er sich für die Wiederbelebung der Wasserversorgung in seiner Heimatgemeinde Amokwe, um der Bevölkerung den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

Sein lebenslanges Engagement für Inklusion wurde durch die Erfahrung mit seinem jüngeren Bruder geprägt, der als Kind an Polio erkrankte. Dank der lebensverändernden Unterstützung fremder Menschen konnte sein Bruder seine Mobilität wiedererlangen und später im Ausland bis zum Doktorat in «Public Health Administration» studieren. Diese Erfahrung überzeugte Rev. Dr. Uzor davon, dass Behinderung nicht in erster Linie durch eine körperliche Beeinträchtigung bestimmt wird, sondern durch die Barrieren, die die Gesellschaft durch Ausgrenzung und Diskriminierung errichtet.

Aus dieser Überzeugung und in Dankbarkeit für das Erlebnis mit seinem Bruder entstand im Jahr 2000 die Vision des Chibugwu Instituts– eines inklusiven Ortes, in dem Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. Zur Realisierung dieser Vision gründete er 2000 den «Verein Amokwe Nigeria (Schweiz) (VAN)» und 2001 die Partnerorganisation in Nigeria: «Chibugwu Amokwe Nigeria Foundation (CANF)». Was zunächst als Berufsbildungsprojekt begann, entwickelte sich zu einer anerkannten weiterführenden Schule, Chibugwu Comprehensive and Vocational Secondary School, die allgemeine Bildung mit praxisnaher Ausbildung in Bereichen wie Informatik, Schneiderei, Lederarbeit, Elektrotechnik und Hauswirtschaft verbindet. Schülerinnen und Schüler mit körperlichen Beeinträchtigungen erhalten dort kostenfreien Zugang zu Bildung und die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten selbstbestimmt zu entfalten.

Seine Vision und Mission

Er ist überzeugt, dass jeder Mensch – unabhängig von einer körperlichen Beeinträchtigung – das Recht auf Bildung, Teilhabe und ein Leben in Würde hat.

Er mit seinen Gleichgesinnten verfolgt das Ziel, Barrieren abzubauen und jungen Menschen mit Behinderungen den Zugang zu hochwertiger Bildung, beruflicher Qualifizierung und einer selbstbestimmten Zukunft zu ermöglichen. Dabei setzen sie nicht auf Mitleid, sondern auf Respekt, Chancengleichheit und Selbstermächtigung. Wir schaffen ein Umfeld, in dem die Fähigkeiten jedes Einzelnen im Mittelpunkt stehen und Vielfalt als Stärke verstanden wird.

Durch Bildung, Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement möchten wir dazu beitragen, eine Zukunft zu gestalten, in der Behinderung nicht länger Ausgrenzung bedeutet, sondern in der jeder Mensch die Möglichkeit erhält, sein Potenzial zu entfalten und aktiv zum Gemeinwohl beizutragen.